Heilig Geist-Krankenhaus

Studien

Klinische Studien

Die Medizin entwickelt sich fortlaufend weiter. Unter einer klinischen Studie versteht man eine Forschungsstudie, die dazu dient, neue Therapien zu untersuchen. Bevor eine Studie durchgeführt werden kann, muss sie ein strenges, mehrstufiges Genehmigungsverfahren durchlaufen. Erst wenn Ethik-Kommission und Bundesoberbehörde ihre Zustimmung erteilen, kann die klinische Studie beginnen.

Sorgfältig durchgeführte klinische Studien sind die schnellste und sicherste Methode, Behandlungen zu finden, die Menschen helfen.

Das Heilig Geist-Krankenhaus nimmt aktuell an folgenden Studien teil:

Darmzentrum

Synchronous Studie

Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob die Resektion des Primärtumors im Kolon den Verlauf der Erkrankung bei Patienten in der Palliativsituation günstig beeinflusst. Hierzu werden zwei Behandlungsstrategien miteinander verglichen, die seit langem im klinischen Alltag eingesetzt werden:

1. Resektion des im Kolon lokalisierten Primärtumors vor Beginn der Chemotherapie.

2. Unmittelbarer Beginn der Chemotherapie ohne Resektion des Primärtumors.

Bis heute sind keine randomisiert kontrollierten Studien veröffentlicht, die untersuchen, ob die Resektion des Primärtumors den Verlauf der Krankheit auch in der Palliativsituation günstig beeinflussen kann. Aufgrund der möglichen Komplikation einer Kolonresektion ist die Klärung dieser Frage im Rahmen einer Studie dringend erforderlich.

Die SYNCHRONOUS-Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK) 41/13

Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass bei Patienten mit Dickdarmkrebs, die regelmäßig niedrig dosiertes Aspirin einnehmen, die Krankheit günstiger verläuft als bei Patienten, die kein Aspirin einnehmen. Dies betrifft vor allem Patienten, in deren Krebszellen das so genannte PI3K-Gen verändert ist (PIK3CA-Mutation): Bei diesen Patienten kann Aspirin vermutlich das Risiko senken, dass es nach der Behandlung von Dickdarmkrebs zu einem Rückfall (Rezidiv) kommt. Die Resultate der bisherigen Studien zu diesem Thema, welche retrospektiv erhoben wurden, sind allerdings nicht ganz eindeutig. Deshalb führt die SAKK nun eine eigene Untersuchung durch.

In der Studie SAKK 41/13 nehmen Patienten, die wegen Darmkrebs behandelt wurden und bei denen eine PIK3CA-Mutation nachgewiesen ist, während drei Jahren täglich Aspirin oder ein Placebo ein. Die Zuteilung zur Aspirin- oder Placebogruppe erfolgt nach dem Zufallsprinzip. Zwei Drittel der Patienten werden Aspirin und ein Drittel der Patienten wird Placebo erhalten.

Psychoonkologie Studie

Epidemiologische Studie zur Belastung von Krebspatienten (Verbesserung der Erkennung des psychoonkologischen Betreuungsbedarfs bei Krebskranken). Die psychoonkologische Forschung beschäftigt sich mit Menschen, die mit einer Krebserkrankung konfrontiert sind. Nicht alle Krebspatienten benötigen eine psychoonkologische  <//span>Unterstützung. Ein wichtiges Ziel dieser Studie ist es herauszufinden, welche Krebspatienten belastet sind und wie den Betroffenen bei der Bewältigung geholfen werden kann. Die psychoonkologische Behandlung versteht sich dabei als wissenschaftlich begründete Begleittherapie, nie jedoch als eine Alternative zu medizinischen Therapiemaßnahmen.

Der epidemiologische Ansatz erlaubt eine zuverlässige Einschätzung des Bedarfs an spezifischer psychosozialer Behandlung bei verschiedenen Diagnosegruppen und in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen.

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Cellitinnen
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