Heilig Geist-Krankenhaus

Demenz

Wenn das Gedächtnis ausfällt 

Was ist Demenz?
Bei einer Demenz handelt es sich um erworbene, in der Regel im höheren Lebensalter auftretende kognitive Störungen, insbesondere der Gedächtnisfunktionen.

Finden Sie hier eine Statistik zur Altersverteilung bei Demenz.

Hierbei kann es am Anfang zu leichten Merkfähigkeitsstörungen von neu erlernten Inhalten kommen, die sich dann im Laufe zu Störungen im Denkvermögen, die das Alltagsleben beeinträchtigen entwickeln können. Noch später können die Störungen bis hin zur Kommunikationsunfähigkeit reichen und mit Störungen des Gefühlslebens einhergehen.

Im fortgeschrittenen Stadium sind die Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) so schwer gestört, dass die Patienten dauernde Hilfe bei den Verrichtungen des täglichen Lebens wie persönliche Hygiene, Nahrungsaufnahme und Alltagsverrichtungen benötigen. Des Weiteren können Ausfallssymptome in Form von Bewegungsstörungen, epileptischen Anfällen hinzutreten.

Da es vielfältige Demenzformen (Alzheimer Dememenz, vaskuläre Demenz, frontotemporale Demenz, Lewy-Körper-Demenz) gibt besteht die Hauptaufgabe der Klinik für Neurologie in der frühen Diagnose einer Demenz und deren Abgrenzung von behandelbaren Ursachen (Normaldruckhydrozepahlus, Vitaminmangel, Schilddrüsenfunktionsstörungen) und konkurrierenden Erkrankungen (Gehirnentzündungen, etc.).

Darüber hinaus bieten wir neben den Untersuchungen und Behandlungen der Erkrankten auch Aufklärung und Unterstützung in der weiteren Betreuung für Familienangehörige der Betroffenen an.

 

Diagnostik
In der Klinik für Neurologie werden gezielt durch sogenannte neuropsychologische Screening-Instrumente / Testungen Gedächtnisstörungen identifiziert und quantifiziert.

Ergänzend dazu werden die notwendigen bildgebenden Untersuchungen des Gehirns, der Gehirnströme und des Nervenwassers sowie ergänzende Laboruntersuchungen durchgeführt.

In der Zusammenschau dieser Befunde ergeben sich dann die Möglichkeiten eine Demenz vom Alzheimer Typ, die die häufigste Form der Demenz darstellt, von anderen Krankheiten abzugrenzen, die durch Durchblutungsstörungen (Hirninfarkte, Hirntumoren), Gehirnspeicherkrankheiten als auch durch Nervenwasseraufstau (Normaldruckhydrozephalus) ebenso wie eine Gehirnentzündung auszuschließen und ergänzend dazu sogenannte Biomarker einschließlich der Schilddrüsenparameter und Vitamine bestimmt.

 

Therapie
Die vorangehende präzise Diagnosestellung ist Voraussetzung für die dann möglichen therapeutischen Schritte.

Für den Fall der Diagnose Alzheimer Demenz sind mehrere Medikamente, so genannte Acetylcholinesterasehemmer, zugelassen. Diese werden auf Basis des Ausschlusses anderer konkurrierender Erkrankungen dann bereits während des stationären Aufenthaltes eingesetzt, um dann im Anschluss und auf Basis der wegweisenden Diagnostik dem niedergelassenen Neurologen bzw. Nervenarzt die Weiterbehandlung zu ermöglichen.

Die übrigen spezifischeren Krankheiten werden entsprechend ihrer Krankheitsursache behandelt.

In Ergänzung zu den aktuellen diagnostischen Möglichkeiten und therapeutischen Leitlinien findet in Zusammenarbeit mit unserem Sozialdienst eine Beratung des Patienten und der Angehörigen statt. Das Ergebnis wird auch dem Hausarzt mitgeteilt werden, so dass eine weitere nahtlose und ambulante, fürsorgliche Behandlung an den stationären Aufenthalt im Heilig Geist-Krankenhaus fortgesetzt werden kann. 

Jetzt Facebook-Fan werden.   Jetzt YouTube-Channel abonnieren.
Petrus-Krankenhaus
Um unsere Website für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Datenschutzerklärung lesen.
OK