Heilig Geist-Krankenhaus

Da Vinci - Die Operation

Der Ablauf einer DaVinci-OP

Der Bauch wird steril abgewaschen und abgedeckt und durch Einleiten von CO2-Gas erweitert. Danach werden insgesamt fünf kleine Zugangsschleusen für eine Kamera und die OP-Instrumente eingebracht. Ein Arzt bleibt bei Ihnen, während der Operateur an die Bedienungskonsole wechselt. Zunächst werden die Lymphknoten im kleinen Becken entfernt, die – je nach Höhe des PSA-Wertes bzw. histologischem Aussehen des Karzinoms – direkt im Rahmen einer Schnellschnittuntersuchung geprüft werden.

Danach folgt die vollständige Entfernung der Prostata. Je nach Stadium der Erkrankung werden dabei die unmittelbar auf der Prostata aufliegenden Gefäßnervenbündel geschont. Auch hier wird an auffälligen Stellen eine Gewebeprobe entnommen, die von den Pathologen noch während des Eingriffes untersucht wird. Sollte sich zeigen, dass auch das Gefäßnervenbündel bereits befallen ist, wird es direkt im Rahmen der Operation entfernt.

Nach Entfernung der Prostata wird die Harnröhre mit der Harnblase durch ein zweischichtiges Vorgehen verbunden. Im ersten Schritt werden die unter der Blase und der Harnröhre gelegenen, durchtrennten Muskel- und Bindegewebsstränge wieder vereinigt. Im zweiten Schritt wird die Harnröhre durch eine fortlaufende Naht mit der Harnblasenschleimhaut verbunden. Danach wird direkt ein Katheter gelegt und auf Dichtigkeit geprüft.

Wenn der Bauchraum frei von Blutungen und die Nachbarorgane frei von Verletzungen sind, werden die Instrumente entfernt. Die Prostata wird mit Hilfe eines Bergebeutels durch die Erweiterung eines der fünf Schnitte geborgen und zur Ableitung von Wundflüssigkeit wird eine Drainage platziert. Die Haut wird dann wieder vorsichtig verschlossen, so dass eine hässliche Narbenbildung kaum möglich und zudem eine Fadenentfernung nicht notwendig ist. Nachdem die kleinen Wunden verschlossen sind, werden sterile Verbände aufgebracht und die Narkose beendet.

Hausgemeinschaften St. Augustinus