Heilig Geist-Krankenhaus

Da Vinci - der Behandlungsablauf

Leider wurde bei Ihnen Prostatakrebs festgestellt. Handelt es sich um ein lokal begrenztes Prostatakarzinom, kann es mit guter Prognose operativ behandelt werden. Im Folgenden möchten wir Ihnen erklären, was geschieht, wenn Ihr Arzt Sie bei uns zur weiteren Therapie angemeldet hat.

  • Der prästationäre Termin
    Sie haben zunächste einen prästationären Termin erhalten.
    Bei dieser ambulanten Vorstellung werden alle notwendigen Informationen und Unterlagen zusammengestellt. Sie werden untersucht, es wird Blut abgenommen und Sie werden über die Therapiemethoden inklusive der möglichen Alternativen aufgeklärt. Zusätzlich erfolgt die Vorstellung bei den Narkoseärzten, die Sie über den Ablauf und die Risiken einer Narkose aufklären. An diesem Tag erhalten Sie auch Ihren Termin zur Operation.
  • Der Aufnahmetag
    Am Nachmittag vor Ihrem Operationstag bekommen Sie auf der Station Ihr Zimmer zugewiesen und erhalten zur Vorbereitung ein mildes Abführmittel. Sollten Sie – verständlicherweise – etwas unruhig sein, können Sie zur Nacht ein leichtes Schlafmittel einnehmen.
  • Der OP-Tag
    Am Tag der Operation werden Sie zeitig in den Operationssaal gebracht.
    Abhängig von Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand kommen Sie nach dem Eingriff entweder für eine Nacht zur Beobachtung auf unsere Intensivstation oder werden direkt in Ihrem Zimmer für die erste Nacht an eine Überwachungseinheit angeschlossen. Bereits während der Operation wurde Ihnen ein Harnröhrenkatheter und eine Drainage gelegt.
  • Der 1. Tag nach der OP
    Sie dürfen bereits aufstehen, sich waschen, etwas essen und – je nach Verfassung – im Zimmer und auf dem Gang umhergehen.
  • Der 2. bis 4. Tag nach der OP
    In dieser Zeit wird die Drainage entfernt. Die kleinen Einstichwunden werden regelmäßig konrolliert und die Verbände entsprechend gewechselt. Von der Krankengymnastik erhalten Sie erste Informationen, wie Sie mit gezielten Übungen den Aufbau Ihrer Kontinenz unterstützen. Die notwendigen Formalitäten für eine Anschlussheilbehandlung werden eingeleitet.
  • Der 5. Tag nach der OP
    In über 80 Prozent aller Fälle ist die operativ geschaffene Verbindung zwischen Harnröhre und Blase bereits soweit verheilt, dass der Katheter entfernt werden kann. Sie beginnen dann die Blase wieder selbstständig zu entleeren. Sie werden anfangs manchmal noch etwas Urin verlieren, dies sollte Sie aber nicht entmutigen. Über 90 % unserer Patienten werden innerhalb der ersten zwölf Monate nach dem operativen Eingriff vollständig kontinent. Sie müssen allenfalls tagsüber eine Sicherheitsvorlage tragen.
  • Der 6. und 7. Tag nach der OP
    Sie üben mit der Krankengymnastik die Kontrolle über den Urinfluss zu verbessern. Sobald es für Sie akzeptabel ist, können Sie das Krankenhaus verlassen. Das eingebrachte Fadenmaterial ist selbst auflösend und muss nicht entfernt werden. Die kleinen überstehenden Fadenenden können aber am 10. postoperativen Tag unter sterilen Bedingungen abgeschnitten werden, so dass das Fadenende unter die Haut gleitet. Nach Abschluss der Rehamaßnahme werden Sie weiter durch den einweisenden Arzt betreut, der besonders auf den PSA-Wert, sowie die störungsfreie Miktion achten wird.
Seniorenhaus Christinenstift