Heilig Geist-Krankenhaus

Parkinson

Parkinson-Krankheit und Bewegungsstörungen 

Was ist Morbus Parkinson?
Beim M. Parkinson handelt es sich um eine in der Regel im höheren Lebensalter auftretende Gehirnabbauerkrankung, die im Wesentlichen zur Einschränkung von Bewegungsabläufen führt.

Ein wichtiger zu dieser Krankheit führender Botenstoff (Neurotransmitter) ist das Dopamin. Ebenso wichtig sind die transportierenden Eiweiße, sowie die durch das Dopamin aktivierten Zellstrukturen (Dopaminrezeptoren), die die stimulierende Wirkung auf die Bewegungsabläufe und die strukturierenden und initiierenden Denkprozesse bis hin zur Ausführung hormonell steuern.

 

Symptome des Morbus Parkinson
Typische Einschränkungen, die häufig auch erst ein Körperteil oder eine Gliedmaße betreffen, sind ein Zittern in Ruhe (Tremor), eine Steifigkeit in den Bewegungsabläufen (Rigor) sowie eine allgemein verminderte Elastizität des gesamten Körpers (Akinese). Ergänzend dazu besteht eine Stand- und Gangunsicherheit.

Häufig, zum Teil auch unbemerkt, treten am Anfang Riechstörungen auf, ebenso wie Verstopfung, die dann im Weiteren durch ein verlangsamtes Denken, einen maskenartigen Gesichtsausdruck, ein zunehmend kleiner werdendes Schriftbild und eine monotone Sprechweise, zum Teil mit vermehrtem Speichelfluss einhergehen.

Im weiteren Verlauf des Abbaus des Gehirns kann es auch zu einer dementiellen Entwicklung und zu Depressionen kommen. Ebenso kommen Schlafstörungen und zum Teil auch Schmerzen infolge der Bewegungseinschränkungen dazu. Aufgrund der verminderten Bewegungsfähigkeit kann es schwierig werden, Schwellen zu überwinden und ein plötzliches Einfrieren der Körperbewegungsabläufe erfolgen (Freezing), so dass es auch vermehrt zu Stürzen kommen kann.

Finden Sie hier die Abbildung einer Parkinson-Patientin mit der für die Krankheit typischen Haltung.

 

Diagnose
Aufgrund bereits der Schilderung des Patienten und der gezielten Nachfrage (Anamneseerhebung) sowie einer gründlichen neurologischen Untersuchung können die wesentlichen Aspekte der oben genannten Störungen bereits frühzeitig erfasst werden.

Während des Aufenthaltes in der Klinik für Neurologie werden zudem die notwendigen Differentialdiagnosen und konkurrierenden sowie anderweitig behandelbaren Krankheiten, insbesondere auch bei frühem Auftreten oben genannter Symptome untersucht und beurteilt. Weitere Informationen liefern Schnittbildgebungstechniken des Gehirns sowie pharmakologische Tests (L-Dopa-Test). Auch ergänzende elektrophysiologische Untersuchungen des Tremors zur Unterscheidung verschiedener Tremorformen können nützlich sein. Gegebenenfalls müssen externe weitere Untersuchungen wie PET und Szintigrafie ebenso wie genetische Untersuchungen ergänzt werden.

 

Therapie
Bei der Parkinson-Krankheit handelt es sich um eine fortschreitende Hirnabbauerkrankung (neurodegenerative Erkrankung), für die es aktuell keine Heilung gibt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, nicht nur die im Zusammenhang mit dem Mangel an L-Dopa bestehenden Krankheitssymptome durch die Hinzugabe von in dieses Neurotransmittersystem eingreifende Substanzen zu verbessern, sondern auch mit Therapienmaßnahmen (Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Sporttherapie und Neuropsychologie) im Zuge einer sogenannten Parkinson-Komplexbehandlung diese Beschwerden deutlich zu bessern und zu stabilisieren.

Neben diesen medikamentösen und therapeutischen Möglichkeiten sind zum Teil auch neurochirurgische Verfahren wie Tiefenhirnstimulation zur Verbesserung möglich.

Finden Sie hier eine Abbildung aus den DGN-Leitlinien zur Therapie von Parkinson.

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